Hausarztvermittlungsfall kurz erklärt

Manchmal ist es notwendig, schnell einen Termin bei einer Fachärztin, einem Facharzt oder einer Psychotherapeutin bzw. einem Psychotherapeuten zu bekommen. Für viele Patientinnen und Patienten ist es jedoch schwierig, selbst kurzfristig einen passenden Termin zu finden. In solchen Fällen kann der Hausarzt unterstützen: Wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind, organisiert die Hausarztpraxis einen verbindlichen Termin bei einer geeigneten Facharztpraxis.

Diese Form der Unterstützung nennt sich Hausarztvermittlungsfall. Sie stellt sicher, dass Patientinnen und Patienten bei medizinischer Dringlichkeit nicht allein gelassen werden und zeitnah die nötige fachärztliche Behandlung erhalten.

Wie funktioniert ein Hausarztvermittlungsfall?

1. Ärztliche Einschätzung & Diagnose
Der Hausarzt prüft zunächst die gesundheitliche Situation. Wird eine fachärztliche Untersuchung oder Behandlung als medizinisch notwendig eingestuft, beginnt die Vermittlung.

2. Terminorganisation durch die Hausarztpraxis
Ist es dem Patienten nicht zumutbar, selbst einen Termin zu vereinbaren, übernimmt die Hausarztpraxis die Organisation. Ihr Hausarzt organisiert für Sie einen konkreten Termin mit Datum und Uhrzeit bei einer Facharztpraxis. Dieser Termin ist verbindlich.

3. Überweisung & Terminunterlagen
Nach erfolgreicher Terminvereinbarung erhält der Patient einen Überweisungsschein, der beim Facharzttermin vorgelegt wird.